Aktuelles aus dem Stadtrat: Neubau der Johanniskita

27. April 2015

Gemeinsam mit den Fraktionen von WG/FDP und Bündnis 90/Die
Grünen haben wir in der Ratssitzung am27.04.2015 folgenden Antrag
gestellt

Die Verwaltung wird beauftragt, den erforderlichen Neubau der
Johannis-Kindertageseinrichtung auf eigenem Grundstück als Anbau an
die Grundschule Pestalozzi auf Grundlage des in der Sitzung vom
19.03.2015 vorgestellten Entwurfes kurzfristig zu planen und zu bauen.
Die Planung soll an dem notwendigen Bedarf an Krippen-, Elementar-
und Hortplätzen ausgerichtet sein. Sie soll zudem in enger Abstimmung
mit dem zukünftigen Träger der Einrichtung und auch mit der Pestalozzi-
Grundschule vor dem Hintergrund der Kooperativen Ganztagsbildung
erfolgen.

Der Vorschlag der Verwaltung sah vor, die Kita von der Wohnstätte auf
deren Gelände zwischen der Karl-Kühlcke Straße und der Teichstraße
errichten und dann von der Hansestadt anmieten zu lassen. Aus
rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen haben wir diesen Vorschlag
von Anfang an abgelehnt. Der dann noch von der Verwaltung und der
SPD-Fraktion kurzfristig ins Spiel gebrachte Vorschlag, Bau der Kita
durch die Stadt auf dem Gelände der Wohnstätte, überzeugte uns
ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen nicht.

Jetzt wird von der SPD behauptet, der Anbau der Kita an die Pestalozzi-
Grundschule werde durch die Hanglage für die Stadt erheblich teurer als
der Bau in der Teichstraße. In der Vorlage der Verwaltung, die uns für
die Ausschussberatung am 11.03.2015 vorgelegt wurde, heißt es
ausdrücklich, dass die reinen Baukosten des Anbaus mit dem Angebot
der Wohnstätte vergleichbar seien. Wir erwarten von der
Bürgermeisterin, dass das, was in ihrer Vorlage steht, verlässlich und
umsetzbar ist.

Wir danken der Wohnstätte für ihr Engagement, aber so wie die
Wohnstätte das Wohl ihrer Mieterinnen und Mieter im Auge haben muss,
so müssen wir das Wohl aller Bürger der Stadt im Auge haben.

Stade zeichnet sich dadurch aus, dass sich viele Kindergärten in direkter
Nähe zu den Grundschulen befinden. Der Bildungsauftrag, der früher in
den Kitas nicht so ausgeprägt war, ist stärker geworden. Auch das
Verständnis und der Umgang mit unterschiedlichen Lerntempi der
Kinder, ist ein anderer geworden. Kinder, die in ihrer Lernentwicklung
weit sind, werden heute viel problemloser eingeschult als vor 20 Jahren.
Wir gehen davon aus, dass sich in den kommenden Jahren in diesem
Bereich auch viel tun wird. Aus diesem Grunde ist es gut, wenn durch
räumliche Nähe eine enge Zusammenarbeit zwischen Kita und Schule
gefördert wird, Synergieeffekte bei der Nutzung von Räumlichkeiten
möglich sind. Deshalb haben wir in unserem Antrag die enge
Abstimmung mit dem zukünftigen Träger der Einrichtung und auch mit
der Pestalozzi-Grundschule vor dem Hintergrund der Kooperativen
Ganztagsbildung gefordert.

Unser Antrag wird mit Sicherheit die Fortentwicklung der Pestalozzi-
Grundschule nicht behindern, sondern eher befördern.