Deutsche Einheit ist Erfolgsgeschichte

3. Oktober 2015

CDU-Stadtratsfraktion Stade feiert 25 Jahre Deutsche Einheit mit Festakt

Die CDU-Stadtratsfraktion Stade hat mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in einem Festakt im Königsmarcksaal des Stader Rathauses dem 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gedacht. Neben Reden der Fraktionsvorsitzenden Kristina Kilian-Klinge und des Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann stand eine Zeitzeugenerinnerung des DDR-Übersiedlers und Juristen Dieter Gräf auf dem Programm. Den musikalischen Rahmen gestaltete die 15. jährige Stipendiatin der Gisela Stähler Stiftung Stade, Laura Schlappa, die das Publikum mit musikalischem Hochgenuss und der Nationalhymne begeisterte.

„Die Deutsche Einheit ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Sie ist vor allem ein Erfolg der Menschen in diesem Land, die in den vergangenen 25 Jahren gemeinsam angepackt haben. Heute ist unser geeintes Deutschland Wachstumslokomotive und Vorbild für ganz Europa. Darauf können wir alle stolz sein“, so Oliver Grundmann.

Der Bundestagsabgeordnete berichtete von seinen Eindrücken der Einheitsfeierlichkeiten am 03. Oktober 1990 vor dem Reichstag, an denen er als 19-Jähriger mit einer Gruppe junger Leute teilgenommen hatte. Damals seien das Glück und die Hoffnungen der Menschen förmlich greifbar gewesen. Er denke noch immer mit großer Dankbarkeit und Ehrfurcht an diesen Tag zurück.

„Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen täglich gelebt und verteidigt werden. Es ist ein großes Glück, dass wir heute in einem geeinten Deutschland leben können“, so Kristina Kilian-Klinge.

Dieter Gräf schilderte eindrücklich seine Erfahrungen als Jurist und Strafverteidiger in der DDR. So sei er bei der Verteidigung politisch Verfolgter massiv durch die Stasi behindert worden und habe letztlich einen Ausreiseantrag gestellt. Mitglieder seiner Laufgruppe, in der sich Ausreisewillige getroffen hätten, seien von der Stasi inhaftiert worden. „Die DDR war ein Unrechtsstaat, dessen Justiz durch Rechtswillkür und Einflussnahme der SED geprägt wurde. Daran kann es keinen Zweifel geben“, so Gräf.

Oliver Grundmann lobte die Mammutleistung, die von den Menschen in den vergangenen 25 Jahren erbracht worden sei. „Wir stehen heute erneut vor einer großen Bewährungsprobe. Die aktuelle Flüchtlingssituation stellt unser Land vor große politische und gesellschaftliche Herausforderungen. Klar ist: Wer keinen Anspruch auf Asyl in Deutschland hat und nur aus wirtschaftlichen Gründen zu uns kommt, der muss in seine Heimat zurückgeführt werden.“